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Aktuelle Meldungen

11.01.2019

Eingereichte Beschränkungen seitens ECHA zu prüfen - Mikroplastik

Derzeit zu prüfende Beschränkungen betreffen unter anderem Mikroplastik, Formaldehyd und Cyclosiloxane (D4, D5, D6). Die öffentliche Konsultation hat am 20. März 2019 begonnen und dauert bis zum 20. September 2019 an, die ECHA hat eine Anleitung bzgl. der Konsultierung bereitgestellt.

Die Beschränkungsabsicht des Mikroplastiks betrifft feste Polymere, die nicht als biologisch abbaubar gelten und vorhersehbar in die Umwelt gelangen. Betroffene Produkte sind unter anderem kosmetische Mittel, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Beschichtungen (engl. coatings). Einige EU-Mitgliedstaaten verbieten bereits Produkte, die Mikroplastik enthalten, insbesondere Peelingkörper (engl. microbeads) in wash-off cosmetic products. Unionsweite Maßnahmen sind notwendig.

Die Industrie wird die Verwendung von Abrasiven (microbeads) voraussichtlich bis Ende 2020 eingestellt haben. Für microbeads ist entsprechend keine Übergangsfrist für das geplante Verbot vorgesehen.

Für alle weiteren Mikro-Plastikpartikel sind Übergangsfristen für das geplante Verwendungsverbot angedacht:

  • ·        2 Jahre für betroffene Medizinprodukte

  • ·        4 Jahre für kosmetische Mittel „rinse-off“

  • ·        5 Jahre für Detergenzien, Wachse, Polituren und andere Pflegemittel

  • ·        5 Jahre für betroffene Langzeit-Dünger (engl. controlled-release fertilisers), Biozide und Pflanzenschutzmittel

  • ·        6 Jahre für kosmetische Mittel „leave-on“
In einigen Anwendungen, bspw. bei der Mikroverkapselung von Parfümölen oder Langzeitdüngern, wird in Zukunft die Verwendung von biologisch abbaubarem Kunststoff an Bedeutung gewinnen.


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04.06.2018

Verordnung (EU) 2018/669

Im April diesen Jahres wurde mit der Verordnung (EU) 2018/669 die Voraussetzung für ein leichteres Leseverständnis der Gefahrenkommunikation bei Chemikalien geschaffen.
Betroffene Konsumgüter sind unter anderem Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel.
Spätestens am 1. Dezember 2019 sind Gefahr auslösende Substanzen im Sinne der Verordnung (EG) 1272/2008 „CLP“ in der jeweiligen Landessprache anzugeben. Eine Ausnahmeregelung gilt für Irland, dort bleibt vorerst der englische Sprachgebrauch erhalten. Belgien und Luxemburg haben mehrere Landessprachen, diesbezügliche nationale Regelungen sind zu beachten.


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31.05.2018

Datenbank gefährlicher Chemikalien im Textilbereich online

Die ZDHC, eine Vereinigung von Textil- und Schuhherstellern, hat das Ziel, die Textilproduktion von gefährlichen Substanzen fei zu halten. Dazu wurde eine Liste gefährlicher Chemikalien (MRSL, Manufacturing Restricted Substances List) zusammengestellt, die z.B. während Färbe-, Wasch- und Ausrüster-Vorgängen nicht oder nur in bestimmten Konzentrationen eingesetzt werden dürfen. Unter mrsl.roadmaptozero.com haben Verbraucher nun die Möglichkeit, bestimmte Substanzen anhand Namen oder CAS-Nummern zu suchen. Weitere Suchkriterien sind in Planung.


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24.01.2018

Frist 2018 zu Zinkoxid:

Zinkoxid (CI 77947) ist ein zugelassener Farbstoff für Kosmetika und in Annex IV gelistet. Der SCCS stuft eine Verwendung von Zinkoxid in kosmetischen Mitteln, die zu einer Exposition der Lunge des Verbrauchers gegenüber Zinkoxid durch Inhalation führt, als bedenklich ein, da durch Inhalation von Zinkoxidpartikeln Lungenentzündungen hervorgerufen werden können.
Im Amtsblatt der EU (Nr. L 203/1 vom 04.08.2017) wurde deshalb folgende neue Änderungs-Verordnung veröffentlicht:
Verordnung (EU) Nr. 2017/1413 der Kommission vom 3. August 2017 zur Änderung des Anhanges IV der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel.
Folgende neue bzw. geänderte Stoffregelungen sind Gegenstand dieser Änderungs-Verordnung:

  • Zinkoxid darf in Anwendungen, die durch Inhalation zur Exposition der Lunge der Endnutzer führen können, nicht verwendet werden

Als Frist gilt der 24. Februar 2018. Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur kosmetische Mittel, die den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen, auf dem Unionsmarkt in Verkehr gebracht werden. Für die Bereitstellung gilt der 24. Mai 2018 als Frist.


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24.01.2018

Frist 2018 für Methylisothiazolinon

Änderung der Kosmetik-Verordnung (EG) 1223/2009 – Nr. 2017/1224
Der SCCS kam 2015 zu dem Schluss, dass bei Rinse-off-Kosmetikprodukten eine Konzentration von höchstens 0,0015 % (15 ppm) Methylisothiazolinon hinsichtlich der Induktion einer Kontaktallergie für den Verbraucher als unbedenklich anzusehen ist.
Im Amtsblatt der EU (Nr. L 174/16 vom 07.07.2017) wurde nun folgende neue Änderungs-Verordnung zur EG-Kosmetik-Verordnung veröffentlicht:
Verordnung (EU) Nr. 2017/1224 der Kommission vom 6. Juli 2017 zur Änderung des Anhangs V der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel.
Folgende neue bzw. geänderte Stoffregelungen sind Gegenstand dieser Änderungs-Verordnung:

  • Reduzierung der Maximalkonzentration von Methylisothiazolinone auf 0.0015% in Rinse-off Produkten (bisher 0.01%)
Als Frist gilt der 27. Januar 2018. Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur kosmetische Mittel, die den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen, auf dem Unionsmarkt in Verkehr gebracht werden. Für die Bereitstellung gilt der 27. April 2018 als Frist.


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23.01.2018

Fristen für die Duftstoffe Lyral, Atranol und Chloratranol:

Änderung der Kosmetik-Verordnung (EG) 1223/2009 – Nr. 2017/1410 und 2017/1413
Die Stoffe Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (Lyral), 2,6-Dihydroxy-4-methyl-benzaldehyd (Atranol) und 3-Chloro-2,6-dihydroxy-4-methyl-benzaldehyd (Chloratranol) haben in den letzten Jahren von allen allergenen Duftstoffen am meisten Kontaktallergien ausgelöst. Gemäß SCCS besteht somit ein potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit und diese Stoffe sollten in kosmetischen Mitteln verboten werden.
Im Amtsblatt der EU (Nr. L 202/1 vom 03.08.2017) wurde folgende neue Änderungs-Verordnung zur EG-Kosmetik-Verordnung veröffentlicht:
Verordnung (EU) Nr. 2017/1410 der Kommission vom 2. August 2017 zur Änderung der Anhänge II und III der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel.

Folgende neue bzw. geänderte Stoffregelungen sind Gegenstand dieser Änderungs-Verordnung:            

  • Verbot von Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (HICC, Lyral)
  • Verbot von 2,6-Dihydroxy-4-methyl-benzaldehyd (Atranol)
  • Verbot von 3-Chloro-2,6-dihydroxy-4-methyl-benzaldehyd (Chloratranol)

Als Frist gilt der 23. August 2019. Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur kosmetische Mittel, die den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen, auf dem Unionsmarkt in Verkehr gebracht werden. Für die Bereitstellung gilt der 23. April 2021 als Frist.


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22.12.2017

Recht der Lebensmittelbedarfsgegenstände auf dem Prüfstand

Die europäische Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen,  gilt für alle Lebensmittelbedarfsgegenstände und stellt die zentrale Rechtsvorschrift für diesen Bereich. Die Europäische Kommission hat einen Plan zur Vorgehensweise der Neubewertung dieser Verordnung veröffentlicht. Die Bewertung stellt nur den Beginn eines groß angelegten Prozesses dar. Je nachdem, mit welchem Ergebnis dieser Schritt abgeschlossen wird, wird sich zeigen, wie umfangreich die Bearbeitung der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 bzw. deren weitere Implementierung ausfallen wird.


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